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HbA1c Normwerte, Prädiabetes und Diabetes-Grenzwerte

Welcher HbA1c-Wert ist normal, was bedeutet Prädiabetes, und warum unterscheiden sich Diagnose-Grenzwerte von Therapiezielen? Alle Langzeitzucker-Werte in % und mmol/mol.

Die drei Bereiche des HbA1c-Werts

Für die Diagnose bei Erwachsenen nennen die Standards of Care der American Diabetes Association (ADA) diese HbA1c-Bereiche:

  • Unter 5,7 % (unter 39 mmol/mol): normal
  • 5,7–6,4 % (39–47 mmol/mol): Prädiabetes, also ein erhöhtes Risiko, später einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln
  • Ab 6,5 % (ab 48 mmol/mol): Diabetes, in der Regel bestätigt durch eine Wiederholung oder einen Glukosetest

Die Grenze von 6,5 % (48 mmol/mol) für Diabetes gilt auch in der Nationalen VersorgungsLeitlinie. In Großbritannien beginnt der Risikobereich laut NICE erst bei 42 mmol/mol (6,0 %).

HbA1c-Werte Tabelle

IFCC mmol/mol = (HbA1c − 2,15) × 10,929, gerundet. Bereiche nach ADA.
HbA1c (%)HbA1c (mmol/mol)Bereich (ADA)
4,829Normal
5,031Normal
5,436Normal
5,638Normal
5,739Prädiabetes
6,042Prädiabetes
6,446Prädiabetes
6,548Diabetes
7,053Diabetes
7,558Diabetes
8,064Diabetes

Die meisten Menschen ohne Diabetes liegen etwa zwischen 4,8 % und 5,6 % (29–38 mmol/mol).

Prädiabetes Werte: Blutzucker-Tests neben dem HbA1c

Die Diagnose kann auch über die Nüchternglukose oder einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT, 2-Stunden-Wert) gestellt werden. Die Grenzwerte der ADA im Vergleich:

Diagnose-Grenzwerte der ADA für Erwachsene. mmol/L = mg/dL ÷ 18,016, gerundet.
BereichHbA1cNüchternglukose2 Stunden nach oGTT
Normalunter 5,7 % (39 mmol/mol)unter 100 mg/dL (5,6 mmol/L)unter 140 mg/dL (7,8 mmol/L)
Prädiabetes5,7–6,4 % (39–47 mmol/mol)100–125 mg/dL (5,6–6,9 mmol/L)140–199 mg/dL (7,8–11,0 mmol/L)
Diabetesab 6,5 % (48 mmol/mol)ab 126 mg/dL (7,0 mmol/L)ab 200 mg/dL (11,1 mmol/L)

Die verschiedenen Tests stimmen nicht immer überein. Ärztinnen und Ärzte beurteilen das Gesamtbild; ein einzelner Wert ist keine Diagnose.

Prädiabetes ist häufig – und oft umkehrbar

Ein erhöhter Langzeitzucker im Bereich 5,7–6,4 % ist keine Diabetes-Diagnose. Viele Betroffene wissen nichts davon. Im Diabetes Prevention Program senkten eine moderate Gewichtsabnahme (etwa 5–7 % des Körpergewichts) und rund 150 Minuten zügige Bewegung pro Woche das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, um mehr als die Hälfte.

Liegt Ihr Wert in diesem Bereich, ist ein ruhiger nächster Schritt die Frage an Ihre Hausarztpraxis, wann der Wert kontrolliert werden sollte und ob ein Präventionskurs für Sie infrage kommt.

Diagnose-Grenzwerte vs. Therapieziele

Die Bereiche oben dienen dazu, einen Diabetes festzustellen. Ist ein Diabetes bekannt, lautet die Frage: Welcher Zielwert ist für mich sicher und realistisch? Die ADA nennt für viele Erwachsene unter 7 % (53 mmol/mol), die Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes einen Korridor von 6,5–7,5 % (48–58 mmol/mol). Für ältere Menschen oder bei mehreren Erkrankungen sind oft Werte bis 8 % (64 mmol/mol) angemessen, um Unterzuckerungen zu vermeiden.

In der Schwangerschaft gelten niedrigere Ziele, die das Behandlungsteam festlegt.

HbA1c-Normwerte nach Alter

Der HbA1c steigt auch ohne Diabetes mit dem Alter leicht an, um etwa 0,1 Prozentpunkte pro Jahrzehnt. Die Grenzwerte für die Diagnose sind trotzdem für alle Erwachsenen gleich. Die Therapieziele werden dagegen bei älteren Menschen oft gelockert, um Unterzuckerungen zu vermeiden.

Häufige Fragen

Ist ein HbA1c von 5,7 % schlimm?

5,7 % ist die untere Grenze des Prädiabetes-Bereichs. Der Wert zeigt ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes an und ist ein guter Anlass, Bewegung, Ernährung und Gewicht mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt anzuschauen. Viele Menschen mit diesem Wert entwickeln nie einen Diabetes.

Ab welchem HbA1c liegt ein Diabetes vor?

Ab 6,5 % (48 mmol/mol), normalerweise bestätigt durch einen zweiten Test – außer bei eindeutigen Beschwerden mit sehr hohem Blutzucker.

Diese Seite dient nur der Information und ist keine medizinische Beratung.

Quellen